Pole nach Ärger im SprintMercedes-Pilot haut in letzter Sekunde mächtig einen raus

Im Sprintrennen erlebt Kimi Antonelli einige bittere Momente, dafür läuft es im Qualifying für den Großen Preis von Miami umso besser für den Mercedes-Piloten. Auch Max Verstappen darf sich freuen.
WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat sich mit einer Hammer-Runde die Pole Position für das Formel-1-Rennen in Miami gesichert. Der Italiener von Mercedes verwies in 1:27,798 Minuten den deutlich verbesserten Max Verstappen im Red Bull (+0,166 Sekunden) auf den zweiten Platz und raste zu seiner dritten Pole in diesem Jahr nacheinander. Als Dritter in den Grand Prix in Florida am Sonntag (22 Uhr MESZ/Sky und im Liveticker auf ntv.de) startet Ferrari-Star Charles Leclerc.
Im Sprint zuvor deutete noch McLaren mit dem Sieg von Lando Norris und dem zweiten Platz von Oscar Piastri seinen Aufschwung nach der fünfwöchigen Auszeit an. In der Qualifikation retteten sich zunächst Piastri und anschließend Norris gerade noch so in die nächste K.o.-Runde. Am Ende wurde Norris Vierter, Piastri kam nicht über Platz sieben hinaus.
"Tag begann schwierig"
Vor dem entscheidenden Durchgang legte Verstappen die schnellste Runde hin. Der erst 19-jährige Antonelli konterte früh gleich mit dem ersten schnellen Versuch. Es war ein starkes Zeichen des Teenagers, der im Sprint nach einem verpatzten Start und einer Fünf-Sekunden-Strafe auf Rang sechs zurückgefallen war.
"Es war ein fantastischer Tag, wieder auf der Pole zu stehen. Der Tag begann mit dem Sprint schwierig, da lief es für uns nicht so gut", sagte Antonelli. "Ich bin zufrieden mit dem Qualifying, war in der letzten Runde in Q3 vielleicht etwas zu aufgeregt, aber die erste Runde war gut."
Da für den Rennsonntag aber Unwetter befürchtet werden, könnte der vierte Grand Prix des Jahres früher als eigentlich geplant beginnen. Das liegt nicht zuletzt an lokalen Vorschriften zu Gewitter und Blitz. Sollte es innerhalb eines überschaubaren Umkreises um die Rennstrecke blitzen, müsste das Event unterbrochen werden, die Anwesenden müssten Schutz suchen.
Feuer bei Hülkenberg
Einen Tag zum Vergessen erlebte schon mal Neuling Audi. Nico Hülkenberg musste auf den Sprint verzichten, nachdem Flammen aus dem Heck geschlagen waren. In der Garage arbeiteten die Mechaniker unter Hochdruck, um den Wagen für die Qualifikation startklar zu bekommen. Rang elf war für den einzigen deutschen Fahrer im Feld dann ein beachtliches Ergebnis.
Für seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto lief es noch enttäuschender. Wegen eines zu hohen Ladedrucks im Motor wurde der Brasilianer im Sprint disqualifiziert. Auch hier mussten die Mechaniker für die Startplatzjagd ran.
Bortoletos Audi war zum Ende der ersten K.o.-Runde doch noch fahrtauglich, der Südamerikaner beließ es aber bei einer gemächlichen Runde und wurde Letzter. Dann brannten die hinteren Bremsen an seinem Auto, Streckenposten eilten auf die Strecke, um den Brand zu löschen.
Miami ist die erste Station für die Formel 1 nach fünf Wochen Pause. Die Regelhüter haben Anpassungen am Reglement vorgenommen, um unter anderem den Vollgasanteil auf dem Asphalt zu erhöhen. Fast alle Teams brachten umfassende Upgrade-Pakete nach Florida. Verstappen zeigte sich stark verbessert, an Antonelli kam der viermalige Weltmeister aber nicht heran.